Linie
Logo Klassisch Reiten Dominique Rickenbacher

Navigation Home Navigation Über mich Navigation Philosophie Navigation Rerenzen und Ziele Navigation Angebot Navigation Preise Navigation Impressionen Navigation Feedbacks Navigation Aktuelles Navigation Kontakt Navigation Links Navigation ABG

Titel Philosophie

Durch die Arbeit mit meinem Pferd Peter Pan stellte ich im Laufe der Zeit fest, dass Reiten kein "Handwerk", sondern echte Kunst ist.

Feines und pferdefreundliches Reiten
Das Ziel der Reitkunst ist eine harmonische Einheit mit dem Pferd zu werden. Dies ist nach meiner Meinung nur durch eine feine Reitweise möglich. Man soll Impulse setzen, statt drücken, ziehen und stossen.


"Am Zügel gehen ist eine Haltung, die vom Pferd ausgeht und nicht vom Gebiss aufgezwungen wird."


Das Pferd soll so geritten werden, dass es keine Schmerzen oder gesundheitliche Schäden davon trägt. Das Pferd ist von seinem Körperbau her nicht gemacht, Lasten wie den Menschen zu tragen. Es muss während seiner Ausbildung lernen, sich mit dem Reitergewicht in der Balance zu bewegen. Eine entspannte Oberlinienmuskulatur am Rücken und eine kräftige Bauchmuskulatur, welche es dem Pferd ermöglicht den Brustkorb und somit den Rücken anzuheben, machen das Pferd zu einem tragfähigen Reittier.
Beim Reiten soll das Pferd möglichst vielseitig gymnastiziert werden, damit es immer geschickter und geschmeidiger seinen Körper einsetzen kann. Wichtig dabei ist, dass sich der Schwerpunkt des Pferdes während der Arbeit zunehmends von vorne nach hinten verschiebt. Höhere Lektionen wir Piaffe und Passage sind dann möglich.


"Wenn man ein Pferd zu der Haltung bringt, dies es selbst annimmt, wenn es schön sein will, so macht man, dass das Pferd des Reitens froh und prächtig, stolz und sehenswert erscheint"
(Xenophon)


Arbeit an sich selbst
Neben der physischen Arbeit mit dem Pferde, ist vor allem auch die Arbeit am eigenen Wesen und Charakter nicht zu vergessen.
Die Ausbildung von einem Lebewesen ist stets mit Arbeit an sich selbst verbunden. Es braucht vom Reiter sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld dem Pferd gegenüber, und er somit das Wesen seines Tieres verstehen lernt und ihm nicht Unrecht tut. Das ist die Basis einer harmonischen und vertrauten Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd.


"Pferde geben uns noch mehr: sie sind nicht nur die besseren Menschen, sie bieten uns die Chance an, durch sie bessere Menschen zu werden. Der Umgang mit Pferden ist die beste Charakterschule der Welt."
(Peter Deicke)


Wenn man in der Arbeit mit einem Pferd die Geduld und das Feingefühl verliert, ist man wahrscheinlich an die eigenen Grenzen gestossen. In solchen Momenten ist es nötig, sich auf den eigentlichen Ursprung seiner Arbeit mit Pferden zurück zu besinnen: Die Faszination und Liebe zum Pferd und nicht der Erfolg.


"Wer die Reitkunst mit Ernsthaftigkeit sucht, wird eine Schule von unschätzbarem Wert für seine Persönlichkeit erfahren"
(Anja Beran)


Macht der Gedanken
Was ebenfalls nicht unterschätzt werden darf, ist die Macht der Gedanken. Jedes Pferd ist sehr sensibel. Es spürt alles und spiegelt uns. Man kann ein Pferde gedanklich beeinflussen. Deshalb ist es so wichtig, dass man weiss was man will und die Gedanken kontrolliert. Denke an das was du willst. Sogar unbewusste Gedanken werden wahrgenommen und können Auslöser für Reaktionen sein. Ich denke das ist der Grund, warum viele das Pferd als ein Wesen zwischen Himmel und Erde sehen.


"Um ein Lebewesen zu beherrschen, muss man vorallem sich selbst beherrschen"
(Alois Podhajsky)


Freude und Motivation
Ein für mich wichtiger Aspekt in der Arbeit mit Pferden ist, dass Pferd und Reiter ein Team sind, wo die Zusammenarbeit beiden Freude bereitet. Das Pferd soll die Chance haben motiviert mitarbeiten zu können. Dies ist nur möglich, wenn der Umgang von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Die Arbeit muss positiv mit viel Lob und Geduld aufgebaut werden. Ansonsten hinterlässt sie beim Pferd Frust, Angst und Hilfslosigkeit. Motivation und Leistung lassen sich nicht erzwingen.
Auftretenden Schwierigkeiten sollten mit Nachsicht begegnet werden. Oft ist es so, dass das Pferd in seinem Verhalten ein Spiegel des Menschen ist.
Über Boden- oder Handarbeit kann ein Pferd wirkungsvoll gymnastiziert und Schwierigkeiten können anders angegangen werden.
Über Showtricks oder Clickertraining kann für die nötige Abwechslung in der Arbeit gesorgt werden, was bei Reiter und Pferd neues Interesse weckt und Freude bereitet.
Das Pferde soll eine vielseitige und einfühlsame Ausbildung erhalten, in der das Wohl des Pferdes im Mittelpunkt steht.


"Lasst uns unsere Pferde nicht verdriesen, ihre Anmut ist wie der Duft von Blüten, einmal verloren kehrt er nie mehr zurück"
(Antoine de Pluvinel)


Aus diesen Gedanken heraus hat sich für mich die Faszination der klassischen Dressur ergeben. Sie beeinhaltet genau diese Grundhaltungen dem Pferd gegenüber und lehrt eine pferdegerechte Ausbildung.

Auch wenn es immer wieder Rückschritte gibt in der Zusammenarbeit mit dem Pferd, soll man sich nie entmutigen lassen.
Meine Einstellung ist: Der Weg ist das Ziel.


"Das mir das Pferd das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Pferd ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde"
(abgeleitet von Franz von Assisi)


Pferdegerechte Fütterung
Nebst dem Thema der klassischen Reitweise ist in meinen Augen die Fütterung des Pferdes ein weiterer wichtiger Punkt, der pferdegerecht sein soll. Wildpferde in der Natur nehmen viele verschiedene Kräuter, Rinden, Gräser, etc zu sich, welche erheblichen Einfluss auf deren Gesunderhaltung haben. Unsere Böden weisen jedoch leider keine solch grosse Artenvielfalt an Kräutern mehr auf. Deshalb ist es notwendig verschiedene Kräuter zuzufüttern. Aus meiner Erfahrung ist zudem auch die Qualität des Grundfutters (Heu) entscheidend. Die Fütterung hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Losgelassenheit und Durchlässigkeit des Pferdes. Nur wenn es im Bauch und Energiehaushalt stimmt, dann kann das Pferd auch die von ihm geforderte Leistung erbringen.
Mein Pferd Peter Pan litt jahrelang an Kotwasserproblemen. Gerade im Winter war es für mich, sowie für ihn eine äusserst ärgerliche und unangenehme Sache. Ich probierte alles mögliche aus, was irgendwie hätte helfen können. Als ich schon fast aufgegeben hatte, wurde mir der Futterexperte IWEST empfohlen. Nur dank IWEST konnte ich das Problem an der Wurzel packen. Grössere Mengen (>1.5kg/100kg LG) und bessere Qualität des Heus liessen das Kotwasser endlich verschwinden.

Unter Berücksichtigung der erwähnten Punkte, glaube ich dass Pferd und Reiter lange zusammen Freude und Erfolg teilen können.

Bild
Linie